Woche 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest

Immer und immer wieder lesen kann ich sogut wie jedes Buch, das mir gut gefallen hat: Ich habe nämlich eine besondere Begabung: ich vergesse die Details und Einzelheiten und Ausgänge von Büchern. Auch wenn sie mir sehr gut gefallen haben und mich bewegt haben. Ich weiß dann nurnoch, dass sie gut sind – aber was genau drin vorkommt: keine Ahnung. Ich kann ein Buch also oft beim wiederlesen genauso genießen wie beim ersten Lesen.

Am öftesten (gibts das? 😀 ) wieder gelesen habe ich wahrscheinlich eins meiner zwei Lieblingsbücher: „Drei Frauen und ein Bräutigam“ von Sarah Harvey. Dicht gefolgt von „Die Cappuccino-Jahre“ von Sue Townsend. Das Buch habe ich mir vor ein paar Jahren nur wegen dem Titel gekauft (weil da Cappuccino drin vorkommt…). Hab es aber nicht bereut. Es hat zwar überhaupt garnichts mit Cappuccino zu tun, aber das ist im Endeffekt nicht schlimm. Es erzählt das Leben bzw. eher einen Teil des turbulenten Lebens von Adrian Mole. Also eigentlich erzählt er es selbst: er schreibt nämlich Tagebuch. Und da kommen ihm so einige absurde Gedanken über das Leben und die Menschen: man muss einfach lachen. =) Hier zwei kleine Kostproben:

„Freitag, 11. Juli

Harriet Harman, die Ministerin für Soziales, ist in Rundfunk und Fernsehen aufgetreten und hat das Regierungsprogramm „Durch Arbeit aus der Abhängigkeit“ erläutert. Ein paarmal sprach sie von einem „Kreuzzug“. Es muss gesagt werden, dass Frau Harman etwas von einer Fanatikerin an sich hat und immer irgendwie verärgert wirkt. Sie sollte sich die Fransen wachsen lassen, keine Kittelkleider mehr tragen und einen Stütz-BH anschaffen. Sie sollte auch aufhören sich pausenlos über Sexismus in der Politik zu beschweren. Sie geht einem damit unglaublich auf den Geist.“ (Sue Townsend, „Die Cappuccino-Jahre“,  S.161)

„Wir erörterten die möglichen Gründe für das Nichterscheinen von Sasha und Aziz. Nach unserer überwiegenden Meinung waren sie ins Netz der Einwanderungsbehörde gegangen, jener wie ein Damoklesschwert über der Gastronomie hängenden Institution, die jegliche langfristige Planung unmöglich und umschichtige Urlaubsvertretungen etc. notorisch zunichte macht.“ (Sue Townsend, „Die Cappuccino-Jahre“, S.97)

Es geht um Politik und Gastronomie, um Kochen und Essen und Familie, um Kinder, Eltern, Geliebte, Ex-Frauen und alte Menschen… also um so ziemlich alles, was das Leben so zu bieten hat. Das alles ist herrlich subjektiv und komisch beschrieben – ein echter Glücksgriff. =)

Zum restlichen Bücherstöckchen

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