Neueste Entdeckung: Kleiderkreisel.de

Jaaa wäre ich ein Fashionblogger oder würde ich irgendein Modeblog lesen, hätte ich den Kleiderkreisel schon lange gekannt. Da weder das eine noch das andere zutrifft, bin ich erst jetzt darüber gestolpert. Und ich bin völlig begeistert! =) Endlich kann ich meine alten Klamotten, die noch völlig in Ordnung sind, aber mir nicht mehr passen oder nicht mehr zu mir passen, an jemanden weitergeben, der sie zu schätzen weiß. Nach Anschauen dieser Reportage vom NDR (unbedingt anschauen!!), die dem Verbleib von Kleidern in Altkleidercontainern nachgeht, war mir diese Art der Altkleiderentsorgung nicht mehr so ganz geheuer.

Insgesamt ist die immer schnellere Vergänglichkeit von Mode ein Problem für die Umwelt (Müllentstehung, Ressourcenverschwendung, Umweltverschmutzung bei der Herstellung). Vor 10-20 Jahren gab es eine Sommerkollektion und eine Winterkollektion. Heute kann man jede Woche in den Geschäften neue Kleider entdecken. Macht natürlich auch Spaß keine Frage. Besonders, da die Kleider auch günstiger geworden sind. Selbst als Student kann man es sich leisten, öfter etwas Neues zu kaufen. Aber macht diese Art von Konsum wirklich glücklich? Es wird ja schon fast erwartet, dass man immer nach den neuesten Trends gekleidet ist – denn es ist ja möglich.  Sind wir alle süchtig?

Der Kleiderkreisel ist auch eine gute Möglichkeit, die Ressourcen zu schonen und trotzdem topmoderne und außergewöhnliche Kleidung zu besitzen. Es gibt einfach alles: Fehlkäufe, die ganz neu sind,  T-shirts und Pullover, in Farben, die es im Moment nicht in den Geschäften zu kaufen gibt, weil sie in dieser Saison nicht in sind, mir aber viel besser stehen, uralte wirklich als Vintage zu bezeichnende Kleider und Röcke, Gothik-Kleidung, Kostüme, Ballkleider, völlig außergewöhnliche Kleidung, die man hier nirgends kaufen kann – man muss nur ein bischen suchen, um diese Schätze zu entdecken. Und was auch ein Vorteil ist: die Kleider sind viel günstiger als im Laden und es darf gehandelt werden. Die Vorstellung, dass das erworbene Kleidungsstück schonmal mit jemand anderem Erlebnisse geteilt hat, finde ich auch sehr schön. (In einen Second-Hand-Laden hat es mich komischerweise noch nie verschlagen). Das Schöne an Kleiderkreisel ist auch: es verkaufen größtenteils junge Leute ihre Sachen. Dadurch sind die meisten Sachen wirklich gut tragbar. Auf Flohmärkten ist das ja meist eher weniger der Fall (oder man muss lange suchen).

Selbst Basics kann man dort gut kaufen: es gibt einfach eine viel größere Auswahl an zum Beispiel braunen Westen als im Laden. Kurze, Lange, mit Taschen, ohne Taschen, in hellbraun, mittelbraun, dunkelbraun, mit Bündchen, ohne Bündchen, mit bunten Knöpfen, gestreift, alles. Man ist nicht an die aktuelle Mode gebunden, was ich für einen sehr großen Vorteil halte.

Auch zu entdecken sind selbst gemachte oder selbst veränderte Kleidungsstücke – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Um diese zu finden, muss man allerdings wirklich lange Suchen. So, jetzt hab ich lange genug davon geschwärmt: Viel spaß beim Durchstöbern! =)

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