Kleider – Öko oder nicht? Top für drunter lieber billig?

Vor einiger Zeit habe ich mit einer Freundin über faire und ökologische Kleidung geredet. Das Kernproblem an dieser ist wohl, dass sie im Vergleich zu Kleidung aus konventionellem Einkauf viel teurer ist. Im Grunde will jeder Mensch lieber faire und ökologisch unbedenkliche Kleidung kaufen. Hätte man die Wahl zwischen konventioneller und fairer, mit gleichem Preis und gleicher Qualität würde man lieber die ohne Belastung kaufen. Diese Wahl wird es aber so nie geben, da gerade das ja das Problem an konventioneller Kleidung ist: Menschen werden viel zu niedrige Löhne gezahlt, obwohl wir uns Kleidung, die 2 Euro teurer wäre, sehr wohl leisten können.

Was ich in diesem Artikel aber eigentlich thematisieren will: die Freundin meinte, sie gebe gerne manchmal etwas mehr Geld aus, wenn sie dann weiß, dass die Kleidung fair und ökologisch produziert wird. Allerdings tut sie das nur bei Kleidungsstücken, die ihr auch mehr Geld wert sind. Schöne ausgefallene Pullover zum Beispiel. Oder Kleider. Bei einem Top für drunter, das also nur als eine Art Unterhemd getragen wird, macht sie sich allerdings nicht die Arbeit und prüft, unter welchen Bedingungen dieses hergestellt wurde. Da geht sie lieber mal eben in den Billigladen ihrer Wahl und kauft eins für 4,99 €. Aber gerade das finde ich problematisch. Ich sehe das eher genau andersherum: bei solchen einfachen Kleidungsstücken, die ja meist auch länger getragen werden, als der topmodische Pullover, der vielleicht bald schon wieder out ist, sollte man auf die Herstellungsbedingungen achten. Gerade Kleidung, die direkt auf der Haut aufliegt, sollte doch nicht mit giftigen Farben und Chemikalien behandelt sein (wie ich letztens gelesen habe, sind die meisten Farben giftig und noch nicht langzeitgetestet, wie der Mensch darauf reagiert. Sehr zu empfehlen ist dieser Artikel dazu oder dieser Report von Greenpeace.). Ein weiterer Grund: viele topmodische Pullover gibt es vielleicht noch garnicht in der Öko-Version – da könnte man dann vielleicht eine Ausnahme machen und den supertollen Pulli konventionell kaufen, weils ihn einfach anders nicht gibt. Dafür dann aber alle Basics in der fairen und ökologischen Variante besorgen.

Klar, den Geldbeutel entlasten tut ein solches Vorgehen nicht unbedingt. Durch die bessere Qualität kauft man aber insgesamt nicht mehr so oft ein, da die Kleider einfach länger halten. Zeit, um andere schöne Dinge zu machen. =)

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