Lesetipp(s) zu den NSU-Ermittlungen

Habe gerade eine interessante Kolumne in der Zeit gelesen:

Es geht um den Zusammenhang zwischen der Edathy-Affäre und dem NSU-Untersuchungsausschuss. Dieser NSU-Untersuchungsausschuss hat auch seinen Abschlussbericht vorgelegt. Ich habe selbst noch nicht reingeschaut, werde es aber bald tun. Er soll sehr lesenswert sein.

Interessant auch: das NSU-Medienlog, dass an jedem Prozesstag des NSU-Prozesses bei der Zeit erscheint. Dort sind alle (oder einige) Meldungen aus deutschen Zeitungen zu dem jeweiligen Prozesstag kurz zusammengefasst. Erschreckend, wie wenig Aufmerksamkeit der Prozess inzwischen in der Presse genießt, aber durch das Lesen dieser Arikel bekommt man einen ganz guten Überblick was der NSU so alles verbrochen hat und wie. Und vor allen Dingen stellt sich mir die Frage: warum sind nur 3 Leute angeklagt, von denen 2 tot sind?

Entdeckt: Schadstofffinder

www.thru.de

Hier kann man nachlesen, was für Schadstoffe Unternehmen in Deutschland so freisetzen. Welche und in welchen Mengen. Das es sowas gibt! Allerdings sind nur 5.000 von 20.000 Unternehmen erfasst – nur die schlimmsten Schmutzfinken sind dabei. Aber interessant sich das mal anzuschauen. =)

Veröffentlicht werden die Daten vom deutschen Umweltbundesamt, dem müssen die Unternehmen die Schadstoffwerte melden. Wenn diese einen bestimmten Wert überschreiten (die Schwellenwerte, die auf der Seite jeweils angegeben sind), müssen sie auf thru.de veröffentlicht werden. Das ist laut EU-Recht so. Die Werte kommen also von den Unternehmen selbst – wenn da jemand was falsches meldet, kann das also schon sein, bis jetzt habe ich nichts gefunden, inwiefern die Werte überprüft werden. Stichprobenartig wird das aber ja bestimmt gemacht?

Was ich in diesem Zusammenhang auch entdeckt habe: es gibt ein Unternehmen (oder ist es eine gemeinnützige Organisation?), die Messgeräte herstellt, die es jedem Menschen auch ohne ein langwieriges Studium oder Ausbildung ermöglicht, die Schadstoffe in seinem Garten oder seiner Stadt zu messen. Ein Interview mit diesem Unternehmen gibts auf storyofstuff.org und zwar heißt es The People have the Power (klick). Hört sich nach einer guten Sache an. Wenn also jemand von euch das Gefühl hat, dass ein Unternehmen in seiner Nähe eeetwas mehr Schadstoffe in die Luft entlässt, als es offiziell sagt und darf – dann auf gehts, besorgt euch ein Messgerät und schaut, ob sich eure Vermutungen bestätigen! Denn wie heißt es in dem Interview sinngemäß: Die Menschen vor Ort wissen und merken, wenn die Luft ungesund ist und man nicht Atmen kann. Deshalb sollte man sie als erstes fragen.

[Bin durch das Buch „The Story of Stuff“ von Annie Leonard auf thru.de und auf das Interview gestoßen.]

Heute ist Internationaler Tag der Menschenrechte

Und wie jedes Jahr veranstaltet Amnesty International wieder einen Briefmarathon für Menschen aus verschiedenen Ländern, die zu Unrecht verurteilt wurden oder die ohne Verfahren im Gefängnis sitzen oder deren Fall von keinem Gericht bzw. der Polizei bearbeitet wird. Hier kann man mitmachen: https://www.briefmarathon.de/

In diesem Zusammenhang bin ich über einen sehr berührenden Brief von Caroline, einer Bloggerin, gestolpert. Sie schreibt an Miriam López aus Mexiko, die Anfang 2011 von Soldaten entführt und vergewaltigt wurde. Bis heute wurde niemand verurteilt, obwohl die Täter bekannt sind. Der Brief von Caroline macht Hoffnung und ich wünschte Miriam könnte ihn lesen. Am besten gefällt mir einer der letzten Sätze:

„Ich habe es satt, mir sagen zu lassen, dass es vergebens ist, gegen Kräfte zu kämpfen, die mehr Waffen und mehr Geld besitzen. Vielleicht haben wir sie schon zu oft gewinnen lassen.“ (Caroline von shavethewhales)

Vielleicht sorgen auch genau diese Kräfte dafür, dass wir denken, dass wir nichts ändern können. Beginnen wir doch heute damit, solidarisch mit Miriam und den andern Menschen zu sein, die der Briefmarathon unterstützt. Man muss noch nicht einmal einen eigenen Brief schreiben, unterschreiben der Appeltexte geht auch. Ein ganzer Brief zeigt natürlich bestimmt mehr Wirkung. Wie derjenige von Caroline mich dazu gebracht hat, diesen Artikel zu schreiben. Ich denke ja, dass da draußen noch viel mehr Menschen sind, die Gerechtigkeit und Menschlichkeit für wichtige Dinge halten. =) =) =)

 

Zero Waste Family & Gemüsetütchen

Ein kurzes Video über eine Familie, die es schafft überhaupt keinen Müll zu produzieren! Faszinierend, dass das möglich ist.

Und wo wir schon beim Thema Müll sind: Habe heute das erste Mal im Supermarkt drei Paprikas gekauft und sie nicht in eins dieser Plastiktütchen gepackt, sondern einfach so in meinen Korb und dann aufs Kassenband – waschen muss man sie sowieso vorm Essen. =) Und es hat keiner was gesagt oder doof geguckt. Hätte nicht gedacht, dass das so einfach ist. Man ist vielleicht doch selbst mehr in den gesellschaftlichen Zwängen, die man denkt, die da wären, gefangen, als man denkt. Keine Plastiktütchen beim Gemüse- und Obstkauf ist, finde ich, ein guter Anfang der Müllvermeidung. Nach und nach kann dann mehr dazu kommen. =) Ok, einen Jutesack (das ist das erste Mal, dass ich dieses Wort benutze!! Normal sage ich dazu eher Stofftasche.) habe ich sowieso inzwischen in jeder meiner Handtaschen verstaut. Das ist mega-praktisch, wenn man mal was kauft und es vorher nicht vorhatte, braucht man sich keine Gedanken darum zu machen, wohin jetzt mit dem Zeug? Und man kann dankend jede Plastiktüte ablehnen, die einem so angeboten wird. =) (Manchmal ist das garnicht so einfach, aber man gewöhnt sich dran, „Nein, danke“ zu sagen. Wie hat die Alex von 21dayswithout (super Blog übrigens!) noch so schön geschrieben? Es dauert 21 Tage bis man sich eine neue Gewohnheit angewöhnt hat (deshalb heißt ihr Blog auch so). Also, einfach mal 21 Tage lang (also ca. einen Monat) „Nein, danke“ zu jeglichem Plastiktütenangebot sagen – danach geht das dann wie von selbst. =) ) Die Idee mit den Gemüseplastiktütchen hab ich übrigens aus dem Kleiderkreiselforum (kann sein, dass man da angemeldet sein muss, um es sehen zu können), da gibts eine Ecke zu Nachhaltigkeit und ein paar echt interessante Threads dazu, was andere Leute so alles machen, um der Umwelt nicht zu schaden oder um selbst gesünder zu leben. Mir ist dadurch wieder eingefallen, dass ich ja hier mal eine Reihe zu Müll schreiben wollte, das ist aber komplett in Vergessenheit geraten. Hier dieser Artikel kann ja schonmal als kleiner Anfang gesehen werden. Es werden wohl noch weitere folgen (ich hoffe, dass ist jetzt nicht wieder so eine Ankündigung, die in Vergessenheit gerät :D). Müllvermeidung und allgemein nachhaltiger leben ist auf jeden Fall sehr interessant und wie die Sache mit den Gemüsetütchen zeigt, manchmal auch einfacher als gedacht – man muss halt nur mal anfagen und etwas anders machen. Und die Idee dazu bekommen. Wies bei mir so läuft und was es noch alles für Ideen gibt, was man so machen kann, davon werde ich in nächster Zeit dann mal hier berichten. =) =) =)

Ha! Ich hab jetzt ein Bloglovin-Profil! Verfolgen tue ich da schon seit einigen Jahren alle meine liebsten Blogs (und das sind inzwischen schon eiiinige… da steht es jetzt schwarz auf weiß: 127). Und jetzt könnt ihr auch alle sehen, welche Blogs ich da so lese. Das finde ich immer mega interessant bei anderen Bloggern, welche Blogs die so lesen, und meine Blogroll hier ist auch nicht gerade auf dem allerneuesten Stand. Die Liste bei Bloglovin ist es – und meine neuesten Entdeckungen stehen auch ganz oben. =) =) =)

Da ich sowieso mehr lese als schreibe, ist es doch ganz schön, dass man meine Auswahl an tollen Blogs jetzt auch sehen kann. =) =) =)

Urwaldpfad

[Bild von mir]