Absolute Leseempfehlung: Can’t buy my love, how advertising changes the way we think and feel, von Jean Kilbourne

Eine Freundin hat mir dieses Buch ausgeliehen und seitdem erzähle ich sämtlichen Freunden und Bekannten davon. Es geht darum, welchen Einfluss Werbung auf unser Verhalten hat. Im Besonderen darum, welches Frauenbild die Werbung verbreitet und was für einen Einfluss Alkohol- und Zigarettenwerbung haben. Ein Buch über Süchte, Feminismus und Werbung, wie die Autorin schreibt. Eine sehr spannende Kombination! Alleine, dass die Fast-Food- und die Diät-Industrie nicht ohne einander bestehen können, ist ein einfacher Gedanke, der einem in der Form doch nicht kommt. Sie zitiert eine Studie, bei der die Versuchsteilnehmerinnen eine sogenannte Frauenzeitschrift zum lesen bekamen, die Vergleichsgruppe bekam keine. Danach wurden sie nach ihrem Wohlbefinden, sowie nach der Zufriedenheit mich sich selbst und ihrem Körper, befragt. Ratet mal, was sich herausstellte? Die Gruppe, die die Zeitschrift gelesen hatte, war danach unglücklicher, als die Vergleichsgruppe! Und dafür geben wir noch Geld aus?? Um nach dem Lesen unglücklicher zu sein!?

Das war jetzt nur ein Beispiel, in dem Buch gibt es sehr sehr sehr viele weitere, die zeigen, dass wir alle sehr wohl von Werbung beeinflusst sind. Und dass das Bild, dass die Werbung von unserem Zusammenleben zeichnet, nicht das beste ist, das wir uns vielleicht für unsere Gesellschaft wünschen.

Unbedingt lesen! =)

Jean Kilbourne, Can’t buy my love, how advertising changes the way we think and feel

In dem Zusammenhang auch interessant: #ichkaufdasnicht, hier wird Werbung gesammelt, die sexistisch, rassistisch, homophob, transphob oder in anderer Form diskriminierend ist.

Entdeckt: Schadstofffinder

www.thru.de

Hier kann man nachlesen, was für Schadstoffe Unternehmen in Deutschland so freisetzen. Welche und in welchen Mengen. Das es sowas gibt! Allerdings sind nur 5.000 von 20.000 Unternehmen erfasst – nur die schlimmsten Schmutzfinken sind dabei. Aber interessant sich das mal anzuschauen. =)

Veröffentlicht werden die Daten vom deutschen Umweltbundesamt, dem müssen die Unternehmen die Schadstoffwerte melden. Wenn diese einen bestimmten Wert überschreiten (die Schwellenwerte, die auf der Seite jeweils angegeben sind), müssen sie auf thru.de veröffentlicht werden. Das ist laut EU-Recht so. Die Werte kommen also von den Unternehmen selbst – wenn da jemand was falsches meldet, kann das also schon sein, bis jetzt habe ich nichts gefunden, inwiefern die Werte überprüft werden. Stichprobenartig wird das aber ja bestimmt gemacht?

Was ich in diesem Zusammenhang auch entdeckt habe: es gibt ein Unternehmen (oder ist es eine gemeinnützige Organisation?), die Messgeräte herstellt, die es jedem Menschen auch ohne ein langwieriges Studium oder Ausbildung ermöglicht, die Schadstoffe in seinem Garten oder seiner Stadt zu messen. Ein Interview mit diesem Unternehmen gibts auf storyofstuff.org und zwar heißt es The People have the Power (klick). Hört sich nach einer guten Sache an. Wenn also jemand von euch das Gefühl hat, dass ein Unternehmen in seiner Nähe eeetwas mehr Schadstoffe in die Luft entlässt, als es offiziell sagt und darf – dann auf gehts, besorgt euch ein Messgerät und schaut, ob sich eure Vermutungen bestätigen! Denn wie heißt es in dem Interview sinngemäß: Die Menschen vor Ort wissen und merken, wenn die Luft ungesund ist und man nicht Atmen kann. Deshalb sollte man sie als erstes fragen.

[Bin durch das Buch „The Story of Stuff“ von Annie Leonard auf thru.de und auf das Interview gestoßen.]

Noah Sow — Deutschland Schwarz Weiß

„Woher kommst du?“

„Bielefeld“

„Und woher kommst du wirklich?“

-> das ist Rassismus, den man selbst nicht bemerkt.

Habe heute Mittag das wunderbare Buch von Noah Sow „Deutschland Schwarz weiß, der alltägliche Rassissmus“ ausgelesen. Und finde, jeder sollte es gelesen haben. Ich habe mich vorher nie mit Rassissmus beschäftigt, in diesem Buch wird jedoch schnell klargemacht, dass man das sehr wohl mal tun sollte. Denn dass auch ich jeden Tag (naja fast 😉 ) rassisstisch denke, ohne es zu merken, ist mir jetzt relativ schnell klargeworden. Es ist wirklich erschreckend.

Besonders interessant fand ich, dass:

– es mehrere 100.000 Schwarze Deutsche gibt. Schwarze Menschen, die schon immer hier in Deutschland leben! Die gibt es. Ein Schwarzer Mensch ist nicht automatisch Ausländer. Das muss erstmal in den Kopf rein.. nicht so einfach.

– man „schwarz“ sagen darf. Alles andere nicht. Also kein Rumgedruckse mehr.

– Im Zuge des zweiten Weltkriegs auch Schwarze Deutsche von den Nazis umgebracht wurden. (So logisch! Aber nie drüber nachgedacht und es nie erzählt bekommen. Juden, Sinti und Roma, Behinderte – ja, aber Schwarze? Es gibt ja keine Schwarzen Deutschen, dann sind die ja nicht relevant. Es steht in keinem Schulbuch! Ich habe das stichprobenartig überprüft 😉 )

– Jeder kann etwas gegen machen: das Buch lesen und dann überlegen, wann man selbst rassisstisch ist und versuchen, es nicht zu sein.

[alles aus dem Buch „Deutschland Schwarz weiss, der alltägliche Rassismus“ von Noah Sow]

(Auf das Buch gekommen bin ich durch diesen Artikel der Vorspeisenplatte.)

Und jetzt hoffe ich, dass in diesem Text kein Rassissmus ist. Und das ganz viele Leute das Buch lesen. =) =) =)

PS: Auf ihrem Blog deutschland-schwarzweiß.de kann man schon mal ins Buch reinschnuppern. =)

Mein erster Zwetschgenkuchen & Drachensaat

Habe heute das allererstemal alleine einen Zwetschgenkuchen gebacken. Ja, es ist nicht wirklich Zwetschgenzeit, aber diese hier waren noch eingefroren von unserem eigenen Baum, und sind fast in Vergessenheit geraten. Das wirklich Spannende an Zwetschgenkuchen backen ist der Hefeteig. Der braucht doch eine etwas andere Zuwendung als sonstiger Rührteig. Man muss ihn ein bischen rühren, dann gehen lassen, dann weiter mixen und tun und gehen lassen. Also das gefällt mir schon ganz gut, diese kleinen Pausen zwischen dem Backen, in denen man wunderbar kleine Sachen im Internet gucken kann =).

Und hier ist er, der erste Zwetschgenkuchen à la Smileykiste:

Mein allererster Zwetschgenkuchen

Mein allererster Zwetschgenkuchen

und der Zweite: (der Teig in meinem Rezept reicht nämlich für zwei :D)

yammi! =)

yammi! =)

Wie man sieht, war es vielleicht ganz gut, dass der Teig für zwei Kuchen gereich hat: der erste ist doch ganz schön dunkel geworden….

Was mich im Moment noch so bewegt, ist das Buch „Drachensaat“ von Pearl S. Buck. Habe ich gestern gelesen. Es geht um Krieg und nicht so schöne Sachen, aber was mich fasziniert hat, ist die Denkweise der chinesichen Bauern, die nie aus ihrem Dorf hinausgegangen sind, und doch nur eins wollen: in Frieden weiterleben, so wie schon ihre Vorfahren. Doch gegen den Krieg können sie nichts tun, als im Stillen Widerstand zu leisten, die Familie wird zerstreut und alles ist anders als vorher. Durch die grausamen Taten der Soldaten verändern sich auch die Zivilisten. Aber das hat auch gute Seiten, eine Tochter kann lesen und schreiben lernen, was vorher undenkbar war, ein anderer Sohn hat die Möglichkeit eine Frau zu heiraten, die weit über seinem Stand ist. Für die Eltern sind diese Veränderungen am schwersten zu ertragen. Ich frage mich, wie wir hier reagieren würden, wenn es Krieg gäbe. Fliehen? Hierbleiben? Verstecken? Widerstand leisten? Selbstversorger werden? Der Krieg, der in dem Buch beschrieben ist, kommt langsam. Sie wissen Monate vorher, dass die Front ihrem Dorf immer näher kommt. Heutzutage wäre der Kriegsbeginn wohl nicht mehr so langsam. Wie würden wir reagieren?

[Bilder von mir =)]

Woche 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst

Hassen ist so ein starkes Wort. Wie kann man ein Buch hassen? Es gibt Bücher, die ich früher geliebt habe und heute nicht mehr soooo toll finde, aber hassen tue ich diese nicht, weil sie mir früher schöne Stunden bereitet haben.

Von daher: hassen tue ich kein Buch. Da kann ich hier leider keins vorstellen.

Stattdessen ein schönes Bildchen für euch: =)

Der Satz des Pythagoras - Beweis

Der Beweis des Satz des Pythagoras mit Hilfe von Hasen! Aufgenommen im Mathematikum in Gießen. Ein Besuch lohnt sich allemal.

 

Zum restlichen Bücherstöckchen

Woche 10 – Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/deiner Lieblingsautorin

Nach einer (kleinen) Pause gehts weiter mit dem Bücherstöckchen.

Heute also ein Buch meines Lieblingsautoren/meiner Lieblingsautorin. Tja, und das ist wie so oft, garnicht so einfach, denn: ich habe eigentlich keine/n Lieblingsautor/in. Kann mich nicht erinnern, dass ich von einem Autor/einer Autorin mehrere Bücher gelesen habe, nur weil sie von ihm/ihr stammen.

Obwohl doch, von Frank Schätzing habe ich mehrere Bücher gelesen. Und auch von Karl May. Und von Douglas Adams (das lag aber wohl daran, dass es sich im eine fortlaufende Reihe handelte).

Wahrscheinlich liegt meine Autorenunbesessenheit daran, dass ich mir nur schlecht Namen merken kann. Wieso sollte ich mich also anstrengen, wenn es doch noch so viele andere gute Bücher von anderen Autoren gibt?

Da fällt mir allerdings gerade etwas ein: Lisa Rank. Sie hat zwar erst ein Buch geschrieben, aber ihre Texte im Internet sind einfach umwerfend. Von ihr werde ich mir das nächste Buch sehr wahrscheinlich auch kaufen, nur weil sie es geschrieben hat. Von daher kann das wohl unter „Lieblingsautor“ fallen. Hier also „Und im Zweifel für dich selbst“ von Lisa Rank. Auch wenn das Buch schon in vielen Blogs vorgestellt wurde. Es ist einfach so berührend geschrieben, dass man es einfach gelesen haben muss.

Und im Zweifel für dich selbst - Elisabeth Rank

[Bild von einslive]

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