Entdeckt: Schadstofffinder

www.thru.de

Hier kann man nachlesen, was für Schadstoffe Unternehmen in Deutschland so freisetzen. Welche und in welchen Mengen. Das es sowas gibt! Allerdings sind nur 5.000 von 20.000 Unternehmen erfasst – nur die schlimmsten Schmutzfinken sind dabei. Aber interessant sich das mal anzuschauen. =)

Veröffentlicht werden die Daten vom deutschen Umweltbundesamt, dem müssen die Unternehmen die Schadstoffwerte melden. Wenn diese einen bestimmten Wert überschreiten (die Schwellenwerte, die auf der Seite jeweils angegeben sind), müssen sie auf thru.de veröffentlicht werden. Das ist laut EU-Recht so. Die Werte kommen also von den Unternehmen selbst – wenn da jemand was falsches meldet, kann das also schon sein, bis jetzt habe ich nichts gefunden, inwiefern die Werte überprüft werden. Stichprobenartig wird das aber ja bestimmt gemacht?

Was ich in diesem Zusammenhang auch entdeckt habe: es gibt ein Unternehmen (oder ist es eine gemeinnützige Organisation?), die Messgeräte herstellt, die es jedem Menschen auch ohne ein langwieriges Studium oder Ausbildung ermöglicht, die Schadstoffe in seinem Garten oder seiner Stadt zu messen. Ein Interview mit diesem Unternehmen gibts auf storyofstuff.org und zwar heißt es The People have the Power (klick). Hört sich nach einer guten Sache an. Wenn also jemand von euch das Gefühl hat, dass ein Unternehmen in seiner Nähe eeetwas mehr Schadstoffe in die Luft entlässt, als es offiziell sagt und darf – dann auf gehts, besorgt euch ein Messgerät und schaut, ob sich eure Vermutungen bestätigen! Denn wie heißt es in dem Interview sinngemäß: Die Menschen vor Ort wissen und merken, wenn die Luft ungesund ist und man nicht Atmen kann. Deshalb sollte man sie als erstes fragen.

[Bin durch das Buch „The Story of Stuff“ von Annie Leonard auf thru.de und auf das Interview gestoßen.]

Leserbrief an SpiegelOnline

Untenstehenden Leserbrief habe ich am 29. September 2014 an SpiegelOnline geschickt (die besagte Reportage ist hier zu finden: http://www.spiegel.de/panorama/lampedusa-fluechtlinge-in-italien-multimedia-reportage-aus-sizilien-a-988517.html ).

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrem sehr informativen und berührenden Bericht über Asylbewerber in Italien werden Personen an mehreren Stellen als “Schwarzafrikaner” bezeichnet. Ich frage mich, was dieser eindeutig rassistische Ausdruck in dieser Reportage zu suchen hat. Das Wort bzw. Gebiet “Schwarzafrika” gibt es nicht, es ist kein Land und keine Region, es ist eine rassistische Konstruktion (siehe dazu auch das Buch von Noah Sow: Deutschland Schwarz weiß). Ich fordere Sie auf, das Wort “Schwarzafrikaner” aus dem Text zu löschen und gegebenenfalls durch “schwarz” zu ersetzen. Obwohl es sich mir nicht erschließt, warum unter einem Foto, auf dem für jeden ersichtlich ist, dass der Mann schwarz ist, dies noch betont werden muss.

Bitte beachten Sie, dass dieser Briefwechsel von mir öffentlich geführt wird, und ich dieses Anschreiben wie auch Ihre eventuelle Antwort zu Zwecken der Dokumentation und Aufklärung veröffentlichen werde.

Mit freundlichen Grüßen

die Smileykiste

Bis jetzt habe ich noch keine Antwort erhalten und es gibt auch keine Änderung oder Anmerkung im Text. Es kam nur eine Standartmail, dass sie nicht alle Leserbriefe beantworten können und ich zum Diskutieren in ihr Forum gehen soll.

Somit kann ich nur hoffen, dass eine/r der verantwortlichen Autoren/innen den Leserbrief gelesen hat und bei der nächsten Reportage etwas mehr Sorgfalt walten lässt. Gerade wenn es um das Thema Flüchtlinge geht, muss jeder/m Journalistin/en doch bewusst sein, dass rassistische Tendenzen vermieden werden müssen.

Informationen für Journalisten zu diskriminierungsfreier Sprache gibts hier und hier und hier.

Podcasts Podcasts about the good stuff

Heute bin ich über die Podcasts des Story-of-Stuff-Projects gestolpert. Wie zu erwarten sind die super interessant und lustig und ernst und alles, am liebsten würde ich sie mir sofort alle auf einmal anhören. Besonders gut gefallen hat mir der über zwei College-Studenten, die jeder für sich ein Projekt auf dem Unicampus gestartet haben, um Müll zu verhindern. Da bekommt man sofort Lust, nur noch Leitungswasser zu trinken und alle Leute davon zu überzeugen, dass man keine Sachen, die noch zu gebrauchen sind, auf den Müll wirft. Aber hört selbst!

Entdeckt: Wenn Frauen die Welt regierten wie Männer

Auf Stern.de gibt es ein tolles Video von Éléonore Pourriat – es geht darum, wie die Welt wohl aussähe, falls Frauen sich genauso gegenüber Männern benehmen würden, wie Männer es gegenüber Frauen tun (natürlich nicht alle). Regt zum Nachdenken an. =) =) =)

Heute ist Internationaler Tag der Menschenrechte

Und wie jedes Jahr veranstaltet Amnesty International wieder einen Briefmarathon für Menschen aus verschiedenen Ländern, die zu Unrecht verurteilt wurden oder die ohne Verfahren im Gefängnis sitzen oder deren Fall von keinem Gericht bzw. der Polizei bearbeitet wird. Hier kann man mitmachen: https://www.briefmarathon.de/

In diesem Zusammenhang bin ich über einen sehr berührenden Brief von Caroline, einer Bloggerin, gestolpert. Sie schreibt an Miriam López aus Mexiko, die Anfang 2011 von Soldaten entführt und vergewaltigt wurde. Bis heute wurde niemand verurteilt, obwohl die Täter bekannt sind. Der Brief von Caroline macht Hoffnung und ich wünschte Miriam könnte ihn lesen. Am besten gefällt mir einer der letzten Sätze:

„Ich habe es satt, mir sagen zu lassen, dass es vergebens ist, gegen Kräfte zu kämpfen, die mehr Waffen und mehr Geld besitzen. Vielleicht haben wir sie schon zu oft gewinnen lassen.“ (Caroline von shavethewhales)

Vielleicht sorgen auch genau diese Kräfte dafür, dass wir denken, dass wir nichts ändern können. Beginnen wir doch heute damit, solidarisch mit Miriam und den andern Menschen zu sein, die der Briefmarathon unterstützt. Man muss noch nicht einmal einen eigenen Brief schreiben, unterschreiben der Appeltexte geht auch. Ein ganzer Brief zeigt natürlich bestimmt mehr Wirkung. Wie derjenige von Caroline mich dazu gebracht hat, diesen Artikel zu schreiben. Ich denke ja, dass da draußen noch viel mehr Menschen sind, die Gerechtigkeit und Menschlichkeit für wichtige Dinge halten. =) =) =)