Beim Schuster

War heute das erste Mal seit meiner Kindheit beim Schuster. Also so von mir aus, mit meinen Schuhen. Es ist wie im Märchen, wie man sich so eine Schusterwerkstatt vorstellt! Überall stehen und liegen Schuhe herum, es ist eng, alles aus Holz, eine winzige Theke, an der man die Schuhe abgibt, und ein Märkchen bekommt, mit dem man sie wieder abholen kann. Alles inklusive eines wortkargen Schusters, der sich gestört fühlt, weil ich Schuhe abgeben will, wo er doch grade mit den anderen Schuhen (blaue Ballerinas) dran ist. Aber dann doch sehr nett ist. Man kann meine Lieblingswinterstieffelletten, die vorne ganz abgenutzt sind, reparieren. Juhu! =) Ich brauche also keine neuen zu kaufen, die bestimmt etwas zu hoch oder vielleicht sogar auf Dauer unbequem sind. Wer weiß das schon von neuen Schuhen? Bei den alten bin ich mir sicher, dass sie die bequemsten sind, die ich jemals hatte. =) Und Geld gespart habe ich dabei auch noch. Achja, so ein Märchenschuster ist schon was Tolles. =) =) =)

P.S.: Mal sehen, ob ich auch noch so begeistert bin, wenn ich die fertigen Schuhe abgeholt habe. =)

Ein Phänomen: Ansammlung von pinken/rosanen Holzstiften

Gibt es dieses Phänomen nur bei mir, oder ist es weiter verbreitet? Die Ansammlung von pinken bzw. rosanen Holzstiften. In einem Stiftesammelhalter sammeln sich so einige exotische Stifte an: Kugelschreiber, die nicht mehr schreiben, aber zu schön sind, um weggeworfen zu werden, oder weil sie ein Geschenk waren. Textmarker, Füller… und pinke Holzstifte! Alle andern Farben an Holzstiften wurden benutzt, nur die pinken wahlweise rosanen nicht.

Sogar die hautfarbenen sind irgendwann verschwunden! Nur die pinken nicht :-p. Sie sammeln sich, als würden sie demonstrieren „Mal doch mal mit mir! Du malst viiiiiel zu wenig rosa! Mit pink kann man auch sehr gut unterstreichen und markieren! Die anderen benutzt du immer, nur uns nicht.“ Ja, so stelle ich mir die rosanen vor, wie sie mich überfallen, und ihr Recht auf Benutzung einfordern.

Dabei habe ich letztens noch etwas sehr schönes gesehen: Ohrringe aus Holzstiftstummeln:

Buntstiftohrringe

Aber bis die rosanen Stifte so klein sind…. vielleicht sollte man eine Kette aus den ganzen Stiften basteln…. =)

(noch mehr ausgefallene Ohrringe gibts hier:  Muschelfee)

Entdeckt: die können nähen! =) =)

Bei ichkaufnix habe ich zwei supertolle Blogs entdeckt: ReFashionista und CharityShopChic. Beide machen das gleiche: alte Kleider umnähen und in topmoderne Mode verwandeln. Ich bin völlig begeistert davon! Was man alles aus so alten Sachen machen kann! Faszinierend. Hier ein Beispiel:

Vorher:

dressbefore-rotesKleid[Foto von ReFashionista]

Nachher:

dressafter-rotesKleid

[Foto von ReFashionista]

Am liebsten würde ich auch sofort losnähen – zu mehr als Fastnachtskleidern haben meine Nähkünste bis jetzt noch nicht gereicht. Bzw. ich habe mich noch nicht an mehr herangetraut, gerade vor Stretch und Jeans habe ich einen Heidenrespekt. Aber die Sachen nur umnähen und nicht komplett selbst nähen müsste ja eigentlich machbar sein. Es sieht auch so schön einfach aus in den Blogs, aber wahrscheinlich braucht man schon einiges an Übung, um es so gut hinzubekommen. Aber wenns erstmal nix wird, ist auch nicht schlimm…..die Kleider waren ja vorher auch nicht schön… von daher braucht man sich noch nicht mal zu ärgern, dass man teuren Stoff gekauft hat, und es am Ende nichts geworden ist…. ach hätte ich doch nur Zeit dazu….bis jetzt reichts nur, um die Blogs zu lesen.

Der Hammer, was sie aus wirklich alten häßlichen Kleidungsstücken zaubern! Ein bischen hier schneiden, ein bischen da nähen und schwupps  – supergeschnittenes passendes tolles modernes Kleidungsstück kommt raus.

=) =) =) =)

Also: guckt euch die Blogs an und lasst euch inspirieren. =) =) =)

PS: Was mich ja auch eigentlich immer schon reizt, ist zu färben. Glaube das werde ich bald wirklich mal ausprobieren. =)

Ist alles nur Wunschdenken?

Muss es Veränderungen auf höherer Ebene geben? Kann der Einzelne nichts an der fulminanten Umweltverschmutzung und miserablen Arbeitsbedingungen ändern? Sind alleine die Politik und die Unternehmen verantwortlich? Bringt es nichts, fair und ökologisch produzierte Kleidung zu kaufen? Steckt bei den meisten Firmen dann doch Etikettenschwindel dahinter, der von hier aus nicht zu kontrollieren ist?

Sind wir nur einzelne Indealisten, die die Gesetze der Welt nicht verstehen bzw. nicht sehen wollen?

Wenn aus einzelnen viele werden, kann sich sehr wohl etwas ändern. Was mir nicht so ganz in den Kopf will: würde unsere Kleidung noch komplett in Deutschland hergestellt, gäbe es eine Art Mindestlohn, Sozialversicherung, Urlaub, Umweltbestimmungen, Gifthöchstwerte in der Kleidung. All das war möglich bis vor ein paar Jahren (ok, bis vor 20-30 Jahren, ich bin mir da nicht so sicher mit der genauen Jahresanzahl, aber es war möglich). Die Menschen hatten genug Kleidung und konnten sie sich auch leisten. Warum soll all das für deutsche Unternehmen nicht auch in anderen Ländern gelten? Allein durch die niedrigeren Lebenshaltungskosten in diesen Ländern, wäre die Kleidung hier schon günstiger. Dazu fällt mir dieses Video (gefunden hier) über den Brand in einer Textilfabrik von Kik ein, besonders das Ende fasziniert mich: da ist eine Fabrik, die angemessene Löhne für ihre Arbeiter zahlt. Diese bekommt keine europäischen Aufträge, weil sie etwas teurer sind. Im Endeffekt würde das für den deutschen Konsumenten bedeuten, dass die Jeans ein paar Cent teurer wäre. Sie können nur für den heimischen Markt produzieren, weil wie gesagt, sie ausländischen Einkäufern zu teuer sind. Ein paar Cent mehr für eine Jeans!

Kleider – Öko oder nicht? Top für drunter lieber billig?

Vor einiger Zeit habe ich mit einer Freundin über faire und ökologische Kleidung geredet. Das Kernproblem an dieser ist wohl, dass sie im Vergleich zu Kleidung aus konventionellem Einkauf viel teurer ist. Im Grunde will jeder Mensch lieber faire und ökologisch unbedenkliche Kleidung kaufen. Hätte man die Wahl zwischen konventioneller und fairer, mit gleichem Preis und gleicher Qualität würde man lieber die ohne Belastung kaufen. Diese Wahl wird es aber so nie geben, da gerade das ja das Problem an konventioneller Kleidung ist: Menschen werden viel zu niedrige Löhne gezahlt, obwohl wir uns Kleidung, die 2 Euro teurer wäre, sehr wohl leisten können.

Was ich in diesem Artikel aber eigentlich thematisieren will: die Freundin meinte, sie gebe gerne manchmal etwas mehr Geld aus, wenn sie dann weiß, dass die Kleidung fair und ökologisch produziert wird. Allerdings tut sie das nur bei Kleidungsstücken, die ihr auch mehr Geld wert sind. Schöne ausgefallene Pullover zum Beispiel. Oder Kleider. Bei einem Top für drunter, das also nur als eine Art Unterhemd getragen wird, macht sie sich allerdings nicht die Arbeit und prüft, unter welchen Bedingungen dieses hergestellt wurde. Da geht sie lieber mal eben in den Billigladen ihrer Wahl und kauft eins für 4,99 €. Aber gerade das finde ich problematisch. Ich sehe das eher genau andersherum: bei solchen einfachen Kleidungsstücken, die ja meist auch länger getragen werden, als der topmodische Pullover, der vielleicht bald schon wieder out ist, sollte man auf die Herstellungsbedingungen achten. Gerade Kleidung, die direkt auf der Haut aufliegt, sollte doch nicht mit giftigen Farben und Chemikalien behandelt sein (wie ich letztens gelesen habe, sind die meisten Farben giftig und noch nicht langzeitgetestet, wie der Mensch darauf reagiert. Sehr zu empfehlen ist dieser Artikel dazu oder dieser Report von Greenpeace.). Ein weiterer Grund: viele topmodische Pullover gibt es vielleicht noch garnicht in der Öko-Version – da könnte man dann vielleicht eine Ausnahme machen und den supertollen Pulli konventionell kaufen, weils ihn einfach anders nicht gibt. Dafür dann aber alle Basics in der fairen und ökologischen Variante besorgen.

Klar, den Geldbeutel entlasten tut ein solches Vorgehen nicht unbedingt. Durch die bessere Qualität kauft man aber insgesamt nicht mehr so oft ein, da die Kleider einfach länger halten. Zeit, um andere schöne Dinge zu machen. =)

Liste von Onlineshops

Vielleicht hat es schon Jemand bemerkt: es gibt hier rechts eine neue Seite. Ich habe eine Liste meiner Lieblings-Online-Shops, die Faire- und Bio-Qualität verkaufen, erstellt. Schön sollen die Kleider ja auch sein =). Wer also auf der Suche nach schönen, fairen und biologisch unbedenkbaren Klamotten ist, der klicke rechts oben unter „Liste von Onlineshops“ oder hier.

Die Liste stellt völlig subjektiv meine Präferenzen dar und soll keine vollständige Liste werden. Wer auf der Suche nach so einer Liste ist, wird hier bei Kirsten Brodde fündig. Dort werden öfters sogenannte „Grüne Listen“ veröffentlicht, die dann wirklich auf Vollständigkeit bedacht sind. =)

Viel Spaß beim Stöbern. =)