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Habe heute von einer wildfremden Person, die am anderen Ende der Welt lebt, gesagt bekommen (naja, geschrieben bekommen), dass ich eine interessante Handschrift habe. Well, thanks a lot. Aber: was hat das zu bedeuten, wenn jemand eine interessante Handschrift hat? Eigentlich müsste jeder Mensch eine interessante Handschrift haben. Weil die Handschrift immer auch Ausdruck ist. Der Persönlichkeit. Der Ecken und Kanten. Man drückt sich mit der Handschrift aus, ob man es will oder nicht. Man hat irgendwann gelernt zu schreiben. In verschiedenen Sprachen vielleicht. So sieht man, wenn jemand als Kind Kyrrilisch (ist das die russische Schriftsprache?) gelernt hat, und dann erst später unsere lateinische Schrift. Steckt in einem drin. Ist das jetzt Persönlichkeit oder kulturelles Umfeld? Oder prägt das kulturelle Umfeld die Persönlichkeit?

Man kann sagen, dass eine Handschrift aus der Sicht eines Menschen als schön bewertet wird. Oder als nicht so schön. Oder als langweilig. Dies kann für einen anderen Menschen aus einem anderen Kulturkreis genau umgedreht sein. Von daher ist die Feststellung, dass eine Handschrift „interessant“ ist, irgendwie nichtig.

Könnten wir uns Freunde aussuchen, nur anhand der Handschrift? Könnten wir dadurch enscheiden (richtig entscheiden) wer zu uns passt? Mmh, das hört sich schon sehr nach Hokuspokus an. Allerdings muss man in Frankreich Bewerbungen von Hand schreiben, da dort die Bewerbungsschreiben auch in Hinsicht auf die Handschrift von Schriftexperten (die bestimmt auch einen super eleganten Namen haben) ausgewertet werden. Und das trägt dazu bei, welcher Bewerber einen Platz bekommt, und welcher nicht. Das wäre hier in Deutschland unvorstellbar.

Das „interessant“ war wohl als Kompliment gedacht. Und ich freue mich, wenn jemand meine Handschrift interessant findet. Heißt ja auch, sie hebt sich von anderen Handschriften ab.

In diesem Sinne: schreibt mehr von Hand, dann kann man euch mehr Komplimente machen. Oder so ähnlich.

PS: Ich bin gespannt, wieviele Leute den Titel googeln und so auf meiner Seite landen :D.

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Earworm

es gibt kein Wort für Ohrwurm im Englischen. Also kein Wort, dass genau die Bedeutung hat, die Ohrwurm im Deutschen hat: Ein Lied, das nicht mehr aus dem Ohr rauswill und sich immer wieder wiederholt.  Das bestätigt auch ein befreundeter Engländer.

Also führen wir es ein: Earworm!

Earworm sounds really english, doesn’t it? 😉

😀

Das scharfe s (ß) – vom Aussterben bedroht?

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oder: „Meine Liebe zum scharfen s (ß)“ =)

Ich hatte schon immer, also seit ich schreiben und lesen gelernt habe, eine Vorliebe für das scharfe s (ß). Ich war und bin fasziniert davon, wie schön geschwungen es ist – und wie wenig es Verwendung findet. Seit der Rechschreibreform fällt es an vielen Stellen weg und wird durch 2 langweilige „normale“ ss ersetzt. Dabei kommen dann zwar ganz lustige Wörter wie „Esssaal“ heraus, aber naja. Seitdem verwenden allerdings viele Leute das scharfe s einfach überhaupt nicht mehr, weil sie verunsichert sind, wo jetzt nach neuer Rechschreibung das scharfe s und wo das einfache s stehen soll. So sieht man auch oft „Grüsse“ statt „Grüße“. Wobei jedoch eindeutig (auch nach neuer Rechschreibung!) „Grüße“ die richtige Schreibweise ist! Ja die Verdrängung des scharfen s regt mich auf und macht mich traurig… warum weiß ich selbst nicht so genau. Aus Nostalgie? Aus Liebe zur Sprache? Ich weiß es nicht. Selbst in diesem Artikel taucht es höchst selten auf, obwohl es doch darum geht! aber selbt der Name „scharfes s“ enthält es nicht, das „ß“. Traurig, traurig.

Hier mein Appell an alle meine Leser: Verwendet mehr das scharfe s! ß! =) =) =) Jedenfalls da wo es seinen rechtmäßigen Platz hat, auch wenn die Rechtschreibreform ihm das Leben schwer macht:

in Grüße und Füße und Maß und fraß und und schließen und fließen und Straße und heiß und Spaß =)

Tee „Kirsche – Cranberry“

Trinke gerade Tee der Geschmacksrichtung „Kirsche-Cranberry“. Mir ist schon öfter aufgefallen, dass auf so gut wie allen Produkten wo „Cranberry“, zu deutsch die „Moosbeere“ (laut LEO-dictionary), enthalten ist, „Cranberry“ draufsteht. Und nicht „Moosbeere“, wie die deutsche Übersetzung lautet. Das ist ja auch alles nicht schlimm, aber dieser Tee treibt es auf die Spitze mit der Bezeichnung „Kirsche-Cranberry“ also wenn dann doch bitte „Cherry-Cranberry“ oder „Kirsche-Moosbeere“… aber dieses Gemixe der Sprachen widerstrebt mir ja… Obwohl ich eigentlich nichts dagegen habe, Dinge, die nur einen englischen Namen haben und schwer zu übersetzen sind, auch im Deutschen mit dem englischen Namen zu benennen.

Aber in diesem speziellen Fall frage ich mich halt doch, wie es dazu kam, dass scheinbar viele Menschen wissen, was eine Cranberry ist, aber nicht, was eine Moosbeere ist. Bevor ich „Cranberry“ im Wörterbuch nachgeschlagen habe, kannte ich die Moosbeere auch nicht. Wächst die Moosbeere nur oder überwiegend in englischsprachigen Gebieten, sodass hier früher selten damit gekocht, gebacken oder was auch immer wurde? Und erst durch das Austauschen von Ess-, Back- und allen anderen Tätigkeiten wurde die Cranberry importiert?

Aber vielleicht hört sich „Cranberry“ auch einfach besser an als „Moosbeere“ – das klingt ja schon sehr nach Schnaps. =)

Der Tee „Kirsche-Cranberry“ schmeckt übrigens ausgezeichnet. =)

Großartig

Ein Wort, das eindeutig öfter benutzt werden sollte:

GROßARTIG! =)

Es gibt so viele großartige Dinge, Menschen, Erlebnisse, Momente da draußen, nennen wir sie so, wie sie wirklich sind: großartig. Statt nur mit „ganz schön“, „cool“, „toll“ rumzueiern: großartig bringt es viel besser auf den Punkt. =)

Eine gute Ideensammlung, was so alles großartig ist im Leben findet ihr hier, nur, dass dort von „awesome“ die Rede ist, was nach meiner Übersetzung aber wohl aufs Gleiche herauskommt. 😉

Wort des Tages

„beseelt“

Heute das erste Mal gehört, dass jemand dieses Wort ausgesprochen hat :D. Muss immernoch lachen. Dachte, „beseelt“ ist so antiquiert, dass es nurnoch in uralten Büchern vorkommt (in welchen genau, weiß ich jetzt auch nicht ).

In diesem Sinne: einen beseelten Tag wünsche ich Euch. =)

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Nachtrag: Laut hier ist unter „beseelt“ Folgendes zu verstehen:

„Beseelt (empsychos, animatus) ist alles, was seelischer Regungen fähig ist, was auf äußere Reize in triebhafter, mehr als mechanischer Weise zu antworten vermag.“